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Fragen und Antworten zum Thema
Informationen für Gebietskörperschaften (GBKS)

Gebietskörperschaften (GBKS)


Kontaktieren Sie die Projektkoordination:

E-Mail: kontakt@mobile-helfer.org

Mobile Helfer ist ein ganzheitliches, aus vielen Bausteinen bestehendes Gesamtkonzept, das Prozesse, Software und Strukturen vor, während und nach einer Lage bereitstellt, um ungebundene freiwillige Helfende sicher, strukturiert und planbar in den Bevölkerungsschutz einzubinden und so wirksame Unterstützung in Krisen und Katastrophen zu ermöglichen.

Mobile Helfer schafft kein zusätzliches Parallelangebot. Es strukturiert einen Bereich, der bisher häufig improvisiert bewältigt werden musste: die Einbindung ungebundener Helfender. Ziel ist nicht mehr Komplexität, sondern mehr Übersicht, Planbarkeit und Steuerbarkeit.
Die Pilotierung ist 2026 durch die Förderung des BBK gesichert und kostenfrei. Für die Durchführung  der Pilotierung ist mit Personalaufwand durch die  Benennung einer koordinierende Person in der Gebietskörperschaft zu rechnen.  Der Aufwand ist steuerbar. Die Pilotierung ist modular angelegt. Sie bestimmen Umfang und Geschwindigkeit der Einführung. Mobile Helfer versteht sich als Unterstützung, nicht als zusätzliche Dauerbelastung. Konkrete Erfahrungswerte werden in der Pilotphase erhoben.
Datenschutz ist integraler Bestandteil der Systemarchitektur:
• DSGVO-konforme Verarbeitung
• Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
• klare Rollen- und Rechtekonzepte
• zweckgebundene Datennutzung
Versicherung:
Durch digitales Check-in und Check-out ist dokumentiert, wann Helfende im Einsatz sind. Dadurch sind Einsatzzeiten nachvollziehbar und rechtlich sauber abbildbar. Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach landesrechtlichen Regelungen.
Nicht registrierte Personen können grundsätzlich vor Ort direkt im System nachregistriert werden. Mobile Helfer ersetzt improvisierte Listenlösungen durch eine einheitliche digitale Erfassung. Ziel des Systems ist jedoch, durch frühzeitige Registrierung und klare Kommunikation spontane, unkoordinierte Hilfe möglichst zu reduzieren.
Spontanhelfende:
Spontanhelfende tauchen unaufgefordert und oft sehr kurzfristig im Schadensgebiet auf, um zu helfen.

ungebundene Helfende
sind zwar auch nicht fest an eine Organisation gebunden, können sich aber (zum Beispiel über Apps wie „Mobile Helfer“) registriert haben, um im Bedarfsfall gezielter alarmiert zu werden.

Gerade durch die Registrierung im Vorfeld und die strukturierte Alarmierung wird unkoordinierte Eigeninitiative reduziert. Mobile Helfer schafft klare Prozesse durch zentrale Steuerung und nachvollziehbare Einsatzdokumentation. Ziel ist es, spontane Dynamiken frühzeitig in geregelte Abläufe zu überführen.

Aktives Ehrenamtsmanagement (AEM)


Die Ziele des AEM sind die frühzeitige Mobilisierung der Helfenden, die effektive Kommunikation mit ihnen, ihre Vorbereitung auf Einsätze sowie die Anerkennung ihrer Leistungen.
Besonderes Augenmerk liegt auf der langfristigen Motivation, insbesondere in Phasen ohne akute Notlage.


Die vier Handlungsfelder des AEM sind:
Rekrutierung: Registrierung von ungebundenen Helfenden als Mobile Helfer
Betreuung & Schutz: Regionale und überregionale Kontaktmöglichkeiten zu den Helfenden sowie Aus- und Fortbildungsangebote zur Stärkung des Selbstschutzes und zur Förderung der Resilienz.
Motivation & Bindung: Mobile Helfer als lebendige Plattform die durch Wertschätzung ein Gemeinschaftsgefühl entstehen lässt, auch außerhalb von Notlagen.
Reaktivierung: Rückgewinnung von inaktiven Mobilen Helfern


Die Betreuung und Kommunikation von und mit den Mobilen Helfern werden im Rahmen des AEM komplementär durch überregionale und regionale Strukturen übernommen: Ergänzend zu den zentral vom
Projektpartner Mobile Retter e.V. gesteuerten Aktivitäten und einem kommunikativen Grundrauschen können die GBKS aus einem flexiblen Maßnahmenbaukasten je Handlungsfeld bedarfsgerecht Betreuungsmaßnahmen auswählen und selbstständig umsetzen.
Zu diesem Zweck erhalten sie Zugriff auf das Mobile Helfer-Infoportal. Das abgestimmte Zusammenwirken der Betreuungs- und Kommunikationsmaßnahmen aus der regionalen (GBKS) und der überregionalen Betreuungsstruktur (Mobile Retter e.V.) sichern einen größtmöglichen Effekt des Aktiven Ehrenamtsmanagement.

Das Infoportal stellt Tools, Kampagnen und Maßnahmen  bereit (z. B. Newsletter, editierbare Flyer und Materialen). Diese können zentral oder dezentral durch Kommunen bzw. Koordinatoren genutzt werden. 

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